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beratung und coaching
systemisch | integrativ
lösungs- und ressourcenorientiert
meine Praxis

Persönliches und berufliches Coaching

Das Leben stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen. Die Lebens- oder Berufssituation ist manchmal unklar und unübersichtlich. Schwierigere Lebensumstände müssen bewältigt werden. Manchmal braucht man auch ein wenig Unterstützung darin, um sich privat oder beruflich neu zu orientieren.

Lebens- und Krisenberatung

Krisen gehören dazu. Häufig markieren sie den Übergang zu einem nächsten wichtigen Schritt im Leben. Gern unterstütze ich Sie darin, bestärkt aus einer Krise herauszugehen. Erkennen Sie Ihre Potenziale und nutzen Sie Ihre Möglichkeiten!
→ systemische Therapeutin und Familientherapeutin (DGSF)
→ Religionspädagogin
→ Autogenes Training
→ Klinische Seelsorge
→ Diplom-Bibliothekarin
→ Deutsch als Zweitsprache
→ Kreative Schreib-und Poesiepädagogin
Dozentin
→ seit 2018 Coaching und Beratung in eigener Praxis
Mirta Maria Bach
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Impulse

Individuation


Individuation ist der Prozess, den wir auch als Persönlichkeitsentwicklung beschreiben. Es ist ein Entdecken und Entfalten der eigenen Potenziale, die dazu führen, dass ich mich selbst als immer "runder" und stimmiger erlebe.

Mein "In-der-Welt-Sein" fühlt sich richtig an- und mein Denken und Handeln korreliert mit meinem Fühlen.

Es fällt mir leichter, die richtigen Entscheidungen zu treffen, weil mir klarer ist, was ich will, was ich kann und was ich erreichen möchte.


Wie kann ich meine Individuation befördern?

Sicherlich sehen persönliche Reifungsprozesse sehr unterschiedlich aus- da spielen biografische, soziale und vermutlich auch biologische Faktoren und Bedingungen eine Rolle.


Wichtig ist auf jeden Fall, dass ich mich selbst und mein Leben ernst nehme und wertschätze.

Wie viel Zeit verbringe ich mit mir selbst?

Was tu ich, wenn ich allein mit mir bin?

Zerstreue ich mich mit allem Möglichen oder bin ich ganz für mich da und nehme wahr, was mich in Kopf und Herz bewegt?

Wie  begegne ich Herausforderungen und Schwierigkeiten?

Gebe ich auch schwierigen Gefühlen Raum?

Suche ich das Zwiegespräch mit mir selbst- und höre ich mir auch aufmerksam zu- vielleicht im Austausch mit einem täglichen Tagebucheintrag?


Seien Sie neugierig auf sich: Sie sind es wert!



Kennen Sie den Ausspruch: „Der Weg ist das Ziel?“


Ein schöner und wahrer Satz, wenn man sich dabei unterstützen will, achtsam und fokussiert in der Gegenwart zu leben: also heute, an diesem Tag, in dieser Stunde und in diesem Augenblick… Und hilfreich, wenn man dazu tendiert, wichtige Schritte in die Zukunft zu verschieben, statt es heute zu tun.

Es gilt jedoch auch der umgekehrte Satz:

Das Ziel bestimmt und gestaltet den Weg.


Wenn man diesen Satz beherzigt, dann orientiert man sich in seiner Haltung und im täglichen Handeln auf ein Ziel hin und lässt nicht zu, dass man das Ziel aus den Augen verliert, selbst wenn der eingeschlagene Weg nicht zielführend ist. Voraussetzung für eine strikte Zielorientierung ist, dass das Ziel stimmt und ein echtes Ziel ist. Doch wie kann man sich sicher sein, dass das Ziel ein echtes Ziel ist und nicht nur eine Wunschvorstellung?

Folgende Fragen und Impulse können dabei hilfreich sein:


1. Ist das Ziel ein reales Ziel und liegt es in meiner Handlungskompetenz?

Zum Beispiel wäre „im Lotto gewinnen“ eine Wunschvorstellung und kein Ziel oder auch die ehrgeizige Wunschvorstellung von Eltern, dass ihr Kind einen bestimmten Beruf ergreift und darin Karriere macht.


2. Ist das Ziel konkret formuliert?

Zum Beispiel wäre „viel Geld verdienen“ oder „glücklich sein“ zu vage, um ein echtes Ziel zu sein. In beiden Fällen ist es wahrscheinlich, dass beide Wünsche mit konkreten Vorstellungen assoziiert sind, die zu den echten Zielen hinführen.


3. Ist das Ziel ein positives Ziel?

Zum Bespiel ist der Wunsch „nicht mehr so oft traurig sein“ kein echtes Ziel, sondern nur die Verneinung eines ungewollten Gefühlszustands.


4. Man kann aus Verneinungen positive Aussagen machen,

indem man sich zum Beispiel die Frage stellt: „Ich will nicht mehr so oft traurig sein, sondern, was will ich sein?“


5. Man kann einen positiven Wunsch in Richtung Ziel konkretisieren,

indem man sich dazu viele Fragen stellt.

Zum Beispiel: „Wie ist das, wenn ich glücklich bin…? Wie fühlt sich das an….?

In welchen Situationen bin ich eher glücklich als in anderen..? Was muss passieren, damit ich einen (konkret beschriebenen) Glückszustand erlebe…. usw.


6. Zu jeder erhaltenen Antwort eine neue Frage stellen.

Je mehr Fragen man stellt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, ein echtes Ziel herauszuarbeiten.


7. Aus der Zielbeschreibung ein Ziel verdichten.

Wenn man mit der Befragung fertig ist, ähnelt das Ziel eher einer Zielbeschreibung, die man wiederum in einen verkürzten Satz verdichten kann. Zum Beispiel könnte nach der vagen Wunschvorstellung „glücklich sein“ das herausgearbeitete Ziel heißen:

Zweimal in der Woche (Montag + Freitag) in der Mittagspause einen Spaziergang machen.


Viel Erfolg beim Ziele formulieren wünscht

Mirta Maria Bach

Blackout


Wer schon einmal einen Blackout erlebt hat, weiß, wie schlimm es sich anfühlt: Man steht vor einer Gruppe von Menschen, vielleicht Mitarbeitern, Kollegen, Vorgesetzten oder auch Kunden und will ein Konzept präsentieren- und auf einmal ist alles weg, was noch Minuten vorher an überzeugenden Ideen sortiert im Kopf war.


Filmriss- oder Blackout

Ein typischer Filmriss oder Blackout kann je nach Situation sehr unangenehm oder peinlich sein. Manchmal kann der Blackout auch gravierende Auswirkungen haben- nämlich immer dann, wenn es sich um Prüfungssituationen wie berufliche Examen, Vorstellungsgespräche o.ä. handelt, in denen es um viel geht. Leider ist es so, dass wir ausgerechnet in den Situationen, die von großer Wichtigkeit für uns sind, eher einen Blackout erleiden als in anderen. Man könnte auch sagen, je größer unser Interesse daran ist, es besonders gut zu machen, und je größer die Angst ist zu versagen, desto eher besteht die Wahrscheinlichkeit, dass genau das passiert, was wir befürchten.


Die Angst bewirkt, dass wir nicht mehr klar denken können

Stresshormone überschwemmen den präfrontalen Cortex unseres Hirns und bewirken, dass die Informationsweitergabe von Nervenzelle zu Nervenzelle nicht mehr funktioniert. Die Denkleistung ist für eine gewisse Zeit unterbrochen. Manchmal dauert dieser Zustand nur wenige Sekunden an, ein anderes Mal sind es lähmende oder als konfus erlebte schrecklich lange Minuten.


Wege aus dem Blackout

Die gute Nachricht ist: Es gibt Wege aus dem Blackout.

Wenn es gelingt, aus dem Stressmodus auszusteigen und ein wenig in den Entspannungsmodus einzusteigen, dann kann es auch mit dem Denken weitergehen.

Die erste und einfachste Methode ist das Atmen: sich einfach bewusst einige Atemzüge lang auf das Ein- und Ausatmen konzentrieren. Manchmal hilft es auch, einen Schluck Wasser zu trinken, sich kurz zu schütteln, die Haltung zu verändern oder aus dem Fenster zu blicken; Es kann auch hilfreich sein zuzugeben, dass man einen Blackout hat.


Blackout-Prävention

Die beste Blackout-Vermeidung ist die Vorbereitung auf den Ernstfall. Mir vor meiner Konzept-Präsentation bereits vorzustellen, wie ich einen möglichen Blackout erfolgreich managen kann, gibt etwas Sicherheit und bewirkt dadurch meistens, dass er unterbleibt. Und wenn es trotzdem zum Filmriss kommt, weiß ich, was ich dagegen tun kann.

„Die ganze Welt ist Bühne. Und alle Frau‘n und Männer bloße Spieler. Sie treten auf und gehen wieder ab; Sein Leben lang spielt einer manche Rollen… .“

So philosophiert der getreue Lord Jacques im 2. Akt von William Shakespeares Komödie: „Wie es euch gefällt.“

Jacques spricht von den Rollen, die wir in unterschiedlichen Lebensphasen einnehmen: vom unwissenden Baby und Kleinkind bis hin zum Greis mit Demenz.

Es klingt nicht sehr verlockend, wie Jacques über die Lebensrollen spricht, die ein Mensch, ob er will oder nicht, einnehmen muss. Denn die Frauen und Männer, die Jacques beschreibt, haben sich die Rollen nicht ausgewählt, sondern es scheint einen Regisseur und ein Textbuch mit Regieanweisungen zu geben, nach denen sich die Spieler richten müssen. Und irgendwann haben sich alle vorgesehenen Rollen ausgespielt, und die Spieler treten für immer ab von der Bühne des Lebens.

Heute würden wir wahrscheinlich die Rollen, die Shakespeare Jacques aufzählen lässt, als soziale Rollen bezeichnen. Jede und jeder von uns hat unzählige davon: Wir sind Schwester, Bruder, Mutter, Vater, Tochter, Sohn, Arbeitskollegin, Sportskollege, Freundin, Chorsänger, Mitarbeiterin, Facebook-Teilnehmerin usw.

In manchen dieser Rollen fühlen wir uns sehr wohl, andere Rollen mögen wir weniger; Und es gibt Rollen, aus denen wir manchmal gern aussteigen würden.

Es ist nicht uninteressant, einmal zu überprüfen, in welcher Weise wir die unterschiedlichen Rollen einnehmen und „spielen.“

Es kann sogar sein, dass wir in den verschiedenen Rollen jeweils anderen „Spielregeln“ folgen. Zum Beispiel zeigt sich das in einem unter-schiedlichen Sprachjargon.

Auf dem Fußballballplatz spricht der Sportler mit seinen Kameraden vermutlich lockerer oder unkontrollierter, als er es in seinem Berufsleben als Banker mit seinem Chef oder den Kunden tut.

Er kleidet sich auch anders: hier das Trikot, dort der Nadelstreifenanzug.

Es ist interessant, wie wenig Mühe es uns macht, von einer Rolle in die andere zu wechseln. Niemand muss in einer Regieanweisung nachschauen, wie er oder sie sich in einer bestimmten sozialen Rolle zu verhalten hat. Wir sind in unsere Rollen „hineinsozialisiert“ und wissen einfach, wie es geht.

Impuls

Nehmen Sie sich einen Moment Zeit für eine kleine Übung. Sie brauchen ein leeres Blatt Papier und einen Stift.

Schreiben Sie zuerst alle Ihre sozialen Rollen in einer Liste untereinander. Dann gehen Sie die Rollen nochmals durch und notieren hinter jeder sozialen Rolle ein Stichwort, das Ihnen spontan dazu einfällt- zum Beispiel hinter Fußballkamerad: Spaß, Auspowern o.ä.

Nehmen Sie dabei auch Ihre Gedanken, Gefühle und Körperbewegungen wahr- zum Beispiel „leicht“ oder „froh“ in der Fußballkamerad-Rolle.

Es kann aber auch sein, dass Sie eher negative Gefühle, Gedanken oder Körperreaktionen empfinden, wenn Sie an manche Ihrer Rollen denken. Notieren Sie auch diese Wahrnehmungen als Stichworte hinter der betreffenden Rolle.

Im dritten Schritt priorisieren Sie Ihre Rollen. In welcher Rolle fühlen Sie sich am wohlsten, welche Rolle mögen Sie am wenigsten?

Schreiben Sie eine zweite Liste, wobei die Ihnen liebste Rolle ganz oben und die am wenigsten gemochte Rolle ganz unten steht.

Als nächstes vergleichen Sie Ihre Rollen dahingehend, wie viel Raum sie jeweils in Ihrem Leben einnehmen. Wenn die Ihnen angenehmen Rollen viel Platz einnehmen, ist das sicher gut und erfreulich: wunderbar!

Sollte es jedoch so sein, dass für Sie schwierigere Rollen viel Raum beanspruchen, kann das eher als belastend erlebt werden.

Einfach aus unliebsamen Rollen auszusteigen, das geht jedoch nicht immer. Wenn ich Bruder bin und mich ausgesprochen unwohl in dieser Rolle fühle, kann ich die Bruderrolle nicht einfach ablegen. Ich bleibe mein Leben lang Bruder.

Was ich aber vielleicht tun kann: Ich kann versuchen, etwas aus dem positiven Rolleninhalt einer Lieblingsrolle in die unliebsame Rolle zu übertragen. Zum Beispiel, indem ich mich an das sportlich-frohe, lockerleichte Gefühl aus meiner Fußballrolle erinnere, sobald ich in der schwierigeren Rollensituation bin.

Dadurch verändert sich auch meine Haltung und meine Stimmung: es fühlt sich einfach besser an.

Und es kann gut sein, dass diese Veränderung in mir auch eine positive Wirkung auf die äußere Situation hat.

Das alles kann man trainieren, indem man sich auch außerhalb der schwierigeren Situation immer mal wieder das gute „Rollengefühl“ vergegenwärtigt.

Sozusagen immer mal wieder innerlich in die Rolle schlüpft, die Freude und Spaß macht.

Probieren Sie’s aus! Der Karneval ist bestimmt eine passende Zeit dafür!

Anfangen ist toll. Anfangen ist aufregend. Anfangen ist hoffnungsvoll.


Das Jahr 2021, das erst einige Tage jung ist, das ist so ein Anfangen.

Dieses neue Jahr liegt so frisch und vollkommen vor uns wie ein saftiger rotbackiger Apfel, in den wir lustvoll hineinbeißen mögen.


Ein anderes Bild: Ich stelle mir 2021 als ein Instrument vor, das ich ergreife, um darauf zu spielen. Ich kann, wenn ich will, die alten, bewährten Melodien spielen, die ich all die vergangenen Jahre bereits darauf gespielt habe; Ich kann aber auch Variationen ausprobieren, Triller einfügen oder die Tonarten wechseln. Und ich kann sogar ganz neue Weisen erklingen lassen; Vielleicht solche, die erst beim Spielen ungeplant und spontan entstehen.

Möglicherweise wird es auch ein Mix aus allem: alte, schöne und bewährte Melodien, Variationen dieser Melodien und ganz neue Lieder.

Für alle drei Varianten braucht es in jedem Fall Musikalität.

Natürlich meine ich weniger die Musikalität, die Komponisten wie Mozart, Beethoven oder J.S. Bach hatten.

Ich meine die Musikalität, die jeder Mensch hat, wenn er ihr Aufmerksamkeit schenkt.

Ich meine das Hören auf die inneren guten Stimmen, die mir Hinweise geben und mir Angebote machen und die mich darin bestärken wollen, positiven Entwicklungen Raum zu geben;

Und die mir immer mal wieder neue Ideen zuflüstern, die ich doch gern mal ausprobieren mag.


Impulse:

Nehmen Sie sich einen Moment lang Zeit und „meditieren“ Sie das neue Jahr 2021.

Zeigen Sie sich selbst das neue Jahr wie ein Bild, das Sie betrachten. Vielleicht mögen Sie sich das neue Jahr als Landschaft oder als Weg durch eine Landschaft vorstellen.

Wenn Sie wollen, dann können Sie auch ein Bild davon malen. Fangen Sie einfach an und seien Sie gespannt darauf, was entsteht.-

Vielleicht beschreiben Sie es auch lieber in einem Gedicht oder in einer Geschichte…?

Oder Sie stellen sich das neue Jahr als eine Person vor, die es gut mit Ihnen meint und die Ihnen Gutes und Hoffnungsvolles zu Ihrem neuen Jahr erzählt.-

Wählen Sie von all den Angeboten und Vorschlägen, die Ihnen geschenkt werden diejenigen aus, die sie mit innerer Freude, Zuversicht und Frieden erfüllen.


Mit den besten Wünschen für das Jahr 2021

Ihre Mirta Bach

Haben Sie sich heute schon gefreut?

Wenn ja, wie schön für Sie, denn Ihre Freude hat Ihnen bestimmt gutgetan. Vielleicht haben Sie sogar gelacht, als Sie sich freuten, oder wenigstens dabei gelächelt.

Das Lachen hat bewirkt, dass Sie sich entspannen konnten…

Mögliche Sorgenfältchen auf Ihrer Stirn haben sich geglättet;

Ihre Augen wurden weich und vielleicht sogar ein wenig feucht und bekamen dadurch einen Glanz, sodass Sie nicht nur froh in diesem Augenblick waren, sondern auch schön.

Es ist tatsächlich so: Je glücklicher wir sind, desto schöner strahlen wir.

Man sagt ja nicht umsonst: „Wahre Schönheit kommt von innen.“

Ich bin auch überzeugt davon, dass viele Kosmetikprodukte, die wir für Geld kaufen können, auch deshalb zu unserer Schönheit tatsächlich beitragen, weil wir uns z.B. bei einem Bad mit duftenden Ingredienzen oder beim Eincremen mit einer wohlriechenden Lotion entspannen und uns durch das Berühren, das Einmassieren von Ölen und Cremes, beruhigen und selbst liebkosen.

Die Berührung der Haut, das Streicheln, auch wenn wir selbst es sind, die sich liebevoll und zärtlich berühren, tut unserer Haut und unserer Seele gut.

Je mehr Berührung, desto größer das Freude-Potenzial, vielleicht könnte man das daraus schlussfolgern.

In Zeiten von Social Distancing sind Berührungen durch andere Menschen, auch durch Menschen, denen wir freundschaftlich verbunden sind, eher rar geworden.

Wir begegnen uns virtuell oder telefonieren, und wenn wir uns präsent treffen, dann halten wir Abstand und tragen einen Mund-Nasen-Schutz. Berührung ist zu einem gefährlichen Risiko geworden.

Viele vermissen die gegenseitigen Berührungen des Alltags:

das Händeschütteln, Schulterklopfen, Umarmen von Bekannten, Kollege*innen und Freunden. Wer eine Familie oder einen Partner*in hat, bleibt nicht ganz ohne Berührungen.

Wer aber allein lebt, kann das Nichtberührtwerden durch einen anderen Menschen als sozial und emotional noch belastender erleben gegenüber den Zeiten vor der Pandemie.

Was können wir also tun, um ausreichend frohmachende Berührungen zu erfahren- außer ein entspannendes Ölbad zu nehmen…?

Die gute Nachricht ist: Wir sind nicht nur auf körperliche Berührungen angewiesen, sondern können uns auch in unserer Seele und in unserem Herzen berühren lassen.

Der Volksmund weiß davon, wenn er sagt, dass eine Musik oder ein Wort zu Herzen gehen und es zart berühren.

Ich lasse mich davon berühren und lasse es zu, weich dabei zu werden, genau so, als würde ich ein liebevolles Streicheln erfahren.

Es mag sein, dass mir dabei sogar die Augen feucht werden, weil ich mich beispielsweise von einer Begebenheit, einer Situation, einen Film oder auch einer mich anrührenden Geschichte berühren lasse.

Und es tut gut, diese Berührung zuzulassen und sie ganz bewusst zu spüren.

Sie können sich täglich eine Zeit der Berührung nehmen:

Setzen Sie sich in einen Sessel oder legen Sie sich auf Ihr Sofa, setzen Sie die Kopfhörer auf und hören Sie eine Musik, die Sie mögen.

Schließen Sie dabei die Augen und lassen Sie sich ganz bewusst von Ihrer Musik berühren.

Oder zünden Sie abends eine Kerze an, vielleicht auch die Kerze an Ihrem Adventskranz und lassen Sie sich vom Glanz des Kerzenlichts berühren.

Falls es einen Garten, einen Park oder einen Wald in Ihrer Nähe gibt, machen Sie einen Spaziergang und lassen Sie sich von dem berühren, was Sie in der Natur sehen und beobachten können.

Seien Sie bereit und neugierig darauf, von was oder von wem Sie sich berühren lassen wollen.

Jeden Tag aufs Neue.

Lassen Sie sich überraschen

Ihre Mirta Bach

Vielleicht kennen Sie das auch…?

Gestern war alles noch gut und heute, nachdem Sie dieses unangenehme Gespräch mit Ihrem Chef oder Kollegen oder Ihrem Partner*in hatten, lassen Sie die bedrückenden Gedanken daran nicht mehr los.

Oder: Sie sind mit einer schwierigen Aufgabe und Herausforderung konfrontiert- beruflich oder auch im privaten Bereich- und Sie denken mit Sorge daran, ob es Ihnen gelingen wird, diese Aufgabe zu meistern…

Wenn Sie oben beschriebenen Situationen kennen, dann kennen Sie sicher die Wünsche, die damit einhergehen:

„Ach, wenn doch dieses Gespräch bzw. diese unangenehme Situation nicht gewesen wäre….

Wenn ich doch bloß diese dumme Aufgabe nicht vor mir hätte…., dann, ja dann wäre alles gut.“

Doch zum Glück erspart uns das Leben unangenehme Situationen nicht immer. Denn: neben dem Stress, den uns schwierige Situationen machen, ist jede Herausforderung gleichzeitig auch eine Möglichkeit, unsere Persönlichkeit zu entwickeln und daran zu wachsen.

Ist Ihnen vielleicht schon einmal die Idee gekommen, dass möglicherweise weniger die Situation das Schreckliche ist, sondern eher die angstmachenden Gedanken daran?

Das können Sie daran erkennen, dass Sie eine Situation, vor der Sie sich gefürchtet haben, hinterher häufig als gar nicht so gefährlich und existenziell bedrohend erleben, wie Sie sie sich im Voraus vorgestellt haben. Und dass eher die Gedanken daran, was für schlimme Konsequenzen uns aus der schwierigen Situation erwachsen könnten, belastender sind als die Situation selber.

Denn die schlimme Situation ist vorbei und wir sind in Sicherheit.

Die bedrohlichen Szenarien stimmen also meistens nicht mit einer realen Gegenprüfung überein.

Und damit wären wir schon bei Punkt 1 der hilfreichen Maßnahmen gegen angstmachende Gedanken:


1. Verbieten Sie sich negative Phantasien zu einer angstmachenden Situation.


2. Wenn die negativen Gedanken nicht nachlassen, dann sagen Sie laut und streng zu sich selbst: Nein! Stopp!

Sie können dies mit einer Geste oder Körperbewegung verbinden, z.B., indem Sie den Zeigefinger ausstrecken, die Faust ballen und hochrecken, mit dem Fuß aufstampfen oder mit einer weiten, wischenden Handbewegung den Gedanken zur Seite schieben.


3. Sprechen Sie über die beängstigende Situation mit jemandem, den Sie vertrauen. Lassen Sie sich bestärken und holen Sie sich Rückendeckung. Das Gefühl, ich bin nicht allein mit einer Sache, die mich bedrückt, kann sehr entlastend sein.


4. Bitten Sie Ihren Gesprächspartner*in, gemeinsam mit Ihnen zu überlegen, was Sie konstruktiv zu der Situation beitragen können, damit sich etwas Richtung Besserung bewegt.

Und bitten Sie auch darum, Ihnen zu helfen, die irrationalen Phantasien zu entlarven.

Diese dann, wie in Punkt 2 beschrieben, beherzt zur Seite schieben.


5. Wenn Ihnen kein Gesprächspartner*in zur Verfügung steht, machen Sie eine Tabelle.

In die eine Spalte schreiben Sie Ihre bedrohlichen Phantasien hinein. Übertreiben Sie ruhig dabei, denn dann kann es passieren, dass Sie selber über diese Ideen lachen müssen: Humor ist befreiend.

In die andere Spalte schreiben Sie hinein, was Sie konstruktiv tun können, um Ihre Situation zu verbessern.


6. Rufen Sie sich möglichst viele schwierige Situationen in Erinnerung, die Sie bisher gut überstanden haben. Schreiben Sie diese auf.

Überlegen Sie, was genau hat Ihnen in dieser Situation geholfen, z.B.:

Ihre Bedächtigkeit, Ihre Freundlichkeit, Ihr Mut, Ihre Ehrlichkeit….


7. Formulieren Sie einen positiven Satz aus den in Punkt 6 genannten Eigenschaften.

Zum Beispiel:"Ich bin mutig und geduldig. Ich schaffe es."


8. Machen Sie einen Spaziergang, joggen Sie oder bewegen Sie sich so, wie es Ihnen guttut.

Dies hilft, Denkblockaden zu lösen. Währenddessen können Sie sich immer wieder Ihren positiven Satz zusprechen.


9. Meditieren Sie den positiven Satz, indem Sie sich entspannt hinsetzen und ihn mit Ihrem Ein-und Ausatmen verbinden.

Bleiben Sie bei Ihrem Atem.

Wenn andere Gedanken kommen, gehen Sie immer wieder zu Ihrem Atem und Ihren Satz zurück.


Alles Gute wünscht Ihnen

Mirta Bach

Wetterumschwung. Endlich. Es regnet. Nach vielen Wochen Sonne, Hitze, Trockenheit.


Es regnet nicht nur ein paar Tropfen, die wie ein Versehen aus einer Wolke fallen. Nein, es regnet bereits seit dem frühen Morgen. Manchmal hört der Regen für wenige Minuten auf, um dann umso stärker loszuprasseln.


Ich blicke aus dem Fenster und freue mich! Ich freue mich für die Natur: für die Bäume, die Wiesen, die Felder, die Gärten… Und ich freue mich auch für mich. Ich freue mich über den Wechsel:


Der Herbst ist da! Wahrscheinlich werde ich die Wärme und die Helligkeit des Sommers bald vermissen. Ich werde mich danach sehnen, in der Mittagspause draußen meinen Kaffee zu trinken oder noch am Abend einen Spaziergang bei lauen Temperaturen zu unternehmen, begleitet vom Zirpen der Grillen.


Und doch: Ich finde es gut, dass mit dem Jahreszeitenwechsel Veränderungen stattfinden- ganz ohne mein Zutun. Es braucht nicht meine Aktivität, um dem Immergleichen eine Alternative entgegenzusetzen.


Ich passe mich den Umständen an und verändere mich dabei. Statt Shorts und leichter Kleider ziehe ich lange Hosen und Pullover an. Ich räume meine gesamte Garderobe um und wechsle vom Frühjahr-Sommer-Outfit in den Winter-Modus.


Irgendwie auch gemütlich. Statt abends ein kühles Weizenbier oder ein Glas gut gekühlten Riesling, trinke ich seit einigen Tagen lieber heißen Tee. Ich habe die Kissenauflagen für die Gartenstühle weggeräumt und kuschle mich stattdessen abends mit Buch oder Zeitung in warme Wolldecken auf dem Sofa.


Auf meinem Speiseplan stehen jetzt wieder herzhafte Gerichte: wärmende Suppen, Kürbis- und Kartoffelaufläufe statt mediterraner Sommerkost. Zum Nachtisch warmer Apfelstrudel und Vanillesauce statt Wassermelone mit Minzblättchen.


Ich freue mich auf goldene Oktobertage und lange Spaziergänge in Wald und Flur. Kein Schwitzen mehr in Sommerglut, sondern hoffentlich Genießen der milden Oktobersonne.


Impulse


Mach eine Liste der Dinge, die sich mit dem Herbst in deinem Alltag für dich verändern.


Markiere die Dinge, die du magst und auf die du dich freust.


Überlege dir, worauf du im Herbst eher Lust hast als im Sommer und was du mal ausprobieren möchtest.


Welches Geschenk willst du dir im Herbst machen? Ist es eher mehr Entspannung, Loslassen, zur Ruhe kommen– oder eher eine Aktion, die nun dran ist?


Beschreibe konkret, was du dir schenken willst. Zum Beispiel:


Zweimal in der Woche Sport machen, abends ein Buch lesen, ein heißes Bad nehmen, einen neuen Job suchen, in deinem Lieblingscafé öfter mal einen Cappuccino trinken, ins Kino, Konzert, Theater gehen, Shoppen und Stöbern in Geschäften, die du magst,…


Konkretisiere dein Geschenk an dich so genau wie möglich: Montag- und mittwochabends gehe ich zuerst ins Fitness-Center, bevor ich nach der Arbeit nach Hause fahre; Freitagnachmittags lege ich mich nach der Arbeit zuerst mal auf die Couch und lese in aller Ruhe die Zeitung...


Es gibt viele Möglichkeiten, sich etwas Gutes zu tun.


Viel Spaß dabei, wünscht Ihnen

Mirta Bach

Wenn ich am Schreibtisch sitze und aus dem Fenster schaue, kann ich es sehen: es ist September!


Ich sehe es an den leeren und etwas welken Beerensträuchern im Garten; ich erkenne es am Fallobst, das ich regelmäßig einsammle; ich sehe es an den umgepflügten Getreidefeldern, die sich aus goldgelb leuchtenden Teppichen zu hellbraunen Vierecken gewandelt haben.


Ja - ich erkenne es vor allem an den veränderten Farben!


Nicht nur, dass es abends wieder früher dunkel wird und morgens später hell…, sondern:


Das starke Sonnenlicht des Hochsommers dominiert nicht mehr die Farben der Natur. Alles erscheint in dem gebrochenen Licht des Spätsommers milder und sanfter, anders als die klaren Farben des Sommers oder die frischen des Frühlings.


Mag sein, dass ich derzeit bestimmte Farben draußen vermisse, die ich schätze und die für mein Wohlbefinden wichtig sind.


Vielleicht zeigt sich die Natur aber auch in den Farben, die mir guttun.


Welche Farben sind das? – Wenn ich es nicht weiß, dann kann ich es herausfinden: Ich kann ab heute auf Farben achten, die mich umgeben. Farben sind überall: es gibt farbige Teppiche, Decken, Geschirr, Handtücher, Kleidung, jegliche Einrichtungsgegenstände, Filme, Bilder….


Wir sind umgeben von Farben, auch unabhängig von den jahreszeitlich geprägten Farben der Natur.


Ich nehme wahr: welche Farben tun mir gut und geben mir ein angenehmes Gefühl? –


Wenn ich es weiß, schaue ich mir Gegenstände mit dieser Farbe häufiger an oder ich stelle sie mir einfach vor.


Oder: Ich setze oder stelle mich aufrecht hin und öffne meine Arme in Schulterbreite, die Handflächen sind nach oben geöffnet. Ich stelle mir vor, dass ich meine Farbe wie Lichtstrahlen von oben empfange.


Dieses Licht fließt durch mich hindurch und erfüllt jede Faser und jede Pore meines Körpers, bis hin zu meinen Fußsohlen. –


Das Licht strömt durch meine Füße hindurch und hinaus und bildet einen Kreis aus farbigem Licht um mich herum. –


Es fließt immer weiter und aus dem Kreis wird eine transparente Kugel aus farbigem Licht, die mich ganz einhüllt und mit Freude erfüllt. –


Ich genieße es, in das Farbenlicht einzutauchen wie in ein Energie-Bad. –


Ich verweile solange in meiner Farbenkugel, wie ich mag… –


Dann komme ich allmählich aus ihr heraus, indem ich mich etwas bewege, vielleicht einen kleinen Schritt mache und die Augen öffne. –


Diese Übung kann ich immer wiederholen, wenn ich sie brauche.


Dazu schließe ich kurz die Augen, hole mir die Erinnerung zurück und vergegenwärtige mir das Gefühl von Energie und Freude. – Viel Spaß beim Ausprobieren!

Vor ein paar Tagen, an einem warmen Sommerabend, wurde das Feld hinter unserem Haus abgemäht. Ein Landwirt auf seinem riesigen, schweren und auch sehr geräuschstark arbeitenden Mähdrescher bearbeitete das Feld.


Ich nahm mir einen Gartenstuhl und setzte mich raus, direkt vor das Feld. Ich schloss die Augen und lauschte dem Motorengeräusch. Ich genoss dabei die warmen Strahlen der Abendsonne auf meinem Gesicht und sog tief den Geruch von trockenem Gras ein.


Natürlich war es nicht leise um mich herum, denn die Mähmaschine machte ordentlich Lärm, aber ich störte mich nicht daran. Im Gegenteil: ich fühlte Glück, Freude und Frieden.


Ich hatte ein Sommererlebnis, das meiner Seele guttat.


Das mag erstaunlich klingen, denn Lärm ist in der Regel nicht unbedingt die beste Voraussetzung dafür, um sich zu entspannen. Warum aber tat mir dennoch diese halbe Stunde am Rande eines Feldes so gut?


Der Grund ist: für mich verbinden sich lärmende Traktorengeräusche und der Duft von frisch gemähtem Heu und Getreide an sommerwarmen Abenden mit positiven Erlebnissen, die weit in meine Kindheit hineinreichen. Als Landkind ist für mich das Abmähen von Feldern verbunden mit Sommerferien haben: frei sein, langes Spielen draußen, so lange, bis die Sonne untergeht…


Sie haben vermutlich ganz andere wohltuende Sommerbilder und Sommererlebnisse im Kopf als ich. Bilder, die für Sie wichtig sind und die Sie berühren. Erfahrungen, die Sie mit Freude und Glück verbinden. Welche sind das? ––


Schließen Sie einmal die Augen und stellen Sie sich einen wunderbaren Sommermoment vor. Auch dann, wenn Sie meinen, dass Sie bisher noch keine „perfekte“ Sommererfahrung hatten stellen Sie es sich einfach vor: Was wäre eine allerschönste Sommersituation für Sie? ––


An welchem guten Ort sind Sie in Ihrer allerbesten Sommersituation? – Was können Sie sehen? – Welche schönen Farben bestimmen das Bild? – Welche für Sie angenehmen Geräusche hören Sie? – Welche guten Gerüche riechen Sie? – Vielleicht schmecken Sie auch etwas Wunderbares? –


Tauchen Sie jetzt einmal so richtig in Ihr schönes Sommerbild hinein, so als würden Sie ein Bad darin nehmen und genießen Sie es mit all Ihren Sinnen….


Wenn Sie Ihr Bild lange genug genossen haben und Sie sich so richtig prall mit Wärme und Freude aufgefüllt fühlen, dann kommen Sie allmählich wieder sanft zurück in Ihren Alltag. –


Das Gute ist: Sie können jederzeit Ihr Sommerbild zurückholen, indem Sie kurz die Augen schließen und sich daran erinnern. Und Sie können jederzeit kurz darin eintauchen, wenn Ihnen danach ist.


Und je öfter Sie dies tun, desto leichter fällt es Ihnen, sich in Ihrem Sommerbild zu erholen.


Das geht auch mal zwischendurch, vielleicht zwischen zwei Telefonaten oder zwei E-Mails am Arbeitsplatz oder in der Mittagspause oder….


Einmal kurz das Sommerbild herbeiholen, eintauchen, erholen, wieder auftauchen und erfrischt sein.


Viel Spaß beim Ausprobieren!